Hochwasser in Zittau August 2010
stark betroffen ist die diakonische Einrichtung "came back" |
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Liebe
Geschwister,
hier ein paar Eindrücke vom sozialtherapeutischen Heim
in der Friedensstraße.
Inzwischen ist das Wasser weitgehend abgepumpt und die Mitarbeiter
und Bewohner sind im Dauereinsatz.
Die Bewohner sind evakuiert in das Beschäftigungszentrum
Schrammstraße, das Heim Marschnerstraße und ins
Lebenszentrum Gilead.
Das Beschäftigungszentrum ist trocken, obwohl im Nachbarsgarten
das Wasser steht.
Auch die Kirche ist trocken geblieben, obwohl in den Gärten
daneben das Wasser steht und die Pumpen laufen.
Gemeindemitglieder sind auch betroffen, so Klappers in Großschönau,
denen das Wasser fast bis zur Hüfte stand, aber ich konnte
auch nicht alle telefonisch erreichen, um nachzufragen, manche
sind auch im Urlaub.
Danke für alle Gebete für die Betroffenen, die Helfer,
aber auch unsere Bewohner im Heim, für die es eine große
Belastung bedeutet behelfsmässig auf Isomatten untergebracht
zu sein.
Lieber Gruß aus Zittau
Klaudia Meaubert
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Hochwasserschäden in Zittau bei "came back"
Frank Ufer, der Leiter von come back e.V. aus Zittau, informiert über die Hochwasserschäden am 8. August 2010 in der sozialtherapeutischen Einrichtung:
Nach einem ersten groben Überblick und Aufatmen, möchten wir Sie kurz von der Situation bei come back in Zittau informieren.
Das Hochwasser am 07.08.2010 überraschte uns in einer Geschwindigkeit, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Nachdem wir am Vormittag gegen 10.00 Uhr erste Sicherungsmaßnahmen begonnen haben und in der Hoffnung waren, die Neiße würde nicht über das Ufer steigen, mussten wir nachmittags gegen 15.00 Uhr erfahren, dass sich unsere Hoffnung so nicht erfüllte. Da die Einrichtung in der Friedensstraße unmittelbar hinter dem Neißeschutzdamm liegt, ungefähr 2 m tief vom Schutzdamm aus gesehen, bedeutete das Überfluten des Schutzdammes das unmittelbare Fluten unserer Häuser. Die Keller waren sofort voll, im Erdgeschoss waren ca. 70 cm Wasserhöhe in allen Räumen. Wir haben am Nachmittag alle Bewohner und Bewohnerinnen in unsere anderen Häuser evakuiert und konnten zu unserer Überraschung durch die abgesenkten Pegelstände die Bewohner-Etagen am nächsten Abend wieder benutzen.
Es ist ein nicht unerheblicher Schaden eingetreten. Wir schätzen gegenwärtig in der Gesamtheit 200.000 € - 250.000 € und tasten uns Schritt für Schritt vorwärts um den Heimbetrieb in einer guten Weise wieder zu normalisieren.
Mit etwas Abstand betrachtet bin ich und auch die Mitarbeiterschaft sehr dankbar, dass der Schaden nicht größer geworden ist. Im Umfeld und insbesondere flussabwärts sind die Schäden wesentlich schlimmer. Auf polnischer Seite sind die Schäden sehr groß, Menschen ohne das Nötigste an Nahrungsmitteln, Kleidung, Geschirr...
Wir versuchen gerade einen Kontakt aufzubauen, um in einer konkreten Situation unseren Nachbarn in Polen Hilfe und Unterstützung geben können.
Es ist für mich ein Wunder, dass die Hospitalkirche, obwohl sie im Kirchenschiff 1,5 bis 2 Meter unterhalb der Straße liegt, völlig unversehrt geblieben ist. Die umliegenden Keller von Häusern und Straßen standen unter Wasser und unsere Kirche ist völlig trocken geblieben. Ein Grund zur Dankbarkeit und ein Staunen über die Bewahrung Gottes.
Wir haben aus dem Raum der Kirche viele Anrufe erhalten, man hat sich nach dem Stand der Dinge erkundigt, gefragt, wie geholfen werden kann, Arbeitseinsätze angeboten und uns mit Gebet unterstützt. Dies ist für uns sehr ermutigend und eine große Hilfe. Einen ersten Bericht haben wir unmittelbar nach dem Ereignis auf unsere Internetseite www.verein-comeback.de gestellt. Hier wollen wir in Abständen weiter informieren.
Es ist uns eine große Hilfe, die Gewissheit der Unterstützung im Raum unserer Kirche zu erfahren. Dies macht uns getrost und lässt uns auch gelassen und hoffnungsvoll nach vorne schauen. Unser 20-jähriges Jubiläum ist davon in keiner Weise betroffen, wir hoffen, dass bis dahin die Schäden weitestgehend behoben sind.
In der Gewissheit und Zuversicht des Glaubens verbunden
Ihr Frank Ufer |
| hier zu "came back" Zittau >>> |
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